Wie Startups mit Muck Rack Journalisten finden und in die Presse kommen

TL;DR

Muck Rack ist eine Journalisten-Datenbank und PR-Softwareplattform, mit der Kommunikationsteams Journalisten finden, anschreiben und Berichterstattung verfolgen. Journalisten nutzen sie kostenlos, die PR-Software läuft dagegen über kostenpflichtige Pläne mit individuellen Preisen, die Sie nach einer Demo erhalten. Finanzierte Startups mit eigener PR-Verantwortung holen am meisten heraus, und wer ohne Budget gründet, recherchiert schon mit den öffentlichen Journalistenprofilen.

Was ist Muck Rack?

Muck Rack startete 2009 als Plattform für Journalisten und ihre Arbeit und bezeichnet sich heute als Earned-Media-Plattform für PR- und Kommunikationsteams. Earned Media ist die Berichterstattung, die Sie sich durch überzeugende Pitches verdienen, im Gegensatz zu gekaufter Werbung.

Das Produkt hat zwei Seiten:

  • Die Journalistenseite. Journalisten beanspruchen ein kostenloses Profil, ergänzen ein Portfolio, legen ihre Kontaktpräferenzen fest und können eine Verifizierung beantragen. Verifizierte Journalisten erhalten kostenlosen Zugang zur Mediendatenbank.
  • Die PR-Seite. Zahlende Kunden bekommen eine Mediendatenbank mit Online-Medien, Rundfunk, Print, Podcasts, Newslettern und Social Media. Dazu kommen Pitching-Tools, Medienbeobachtung, Reporting und die Funktion AI Visibility, die misst, wie häufig eine Marke in Antworten von ChatGPT, Claude und Gemini auftaucht.

Für wen lohnt sich Muck Rack?

Passt gut zu:

  • finanzierten Startups mit einer Person für Kommunikation, die jede Woche pitcht;
  • PR-Agenturen und Freelancern, die Launches für mehrere Kunden betreuen;
  • Gründerinnen und Gründern, die wissen wollen, welche Journalisten ihre Nische abdecken, bevor sie einen Pitch schreiben.

Lassen Sie es vorerst bleiben, wenn Sie:

  • noch keinen Umsatz und kein PR-Budget haben. Eine Demo und ein individueller Vertrag sind für drei Pitches zu viel Aufwand;
  • ein Formular suchen, um Ihr Startup einzureichen. Muck Rack hat keines: Berichterstattung entsteht durch Pitches an einzelne Journalisten.

Was kostet Muck Rack?

Muck Rack veröffentlicht keine Preise. Die Preisseite nennt drei Pläne für Marken (Starter, Standard und Premier) sowie eigene Pläne für Agenturen, und jeder Plan führt zu einer Demo-Anfrage. Der Preis hängt unter anderem von der Zahl der Nutzer ab, und das Vertriebsteam schickt ein individuelles Angebot. Die Demo dauert etwa 30 bis 45 Minuten und ist unverbindlich.

Pressemitteilungsversand ist ein Zusatzmodul: Sie kaufen Versandcredits über Ihren Customer Success Manager. Für Journalisten ist Muck Rack kostenlos.

Wie kommen Sie mit Muck Rack in die Presse?

  1. Recherchieren Sie kostenlos. Journalistenprofile auf muckrack.com sind öffentlich und zeigen Medium und aktuelle Artikel ohne Login. Erstellen Sie eine Shortlist mit 10 bis 20 Journalisten, deren Themen zu Ihrem Startup passen.
  2. Entscheiden Sie, ob Sie die Software brauchen. Wenn Sie jeden Monat pitchen wollen, fordern Sie auf der Preisseite von Muck Rack eine Demo an und bitten Sie um ein Angebot für einen Nutzer im Starter-Plan.
  3. Pitchen Sie immer nur eine Person. Beziehen Sie sich auf einen aktuellen Artikel, erklären Sie in zwei Sätzen, warum Ihre Nachricht für die Leserschaft zählt, und liefern Sie eine Zahl, die sich zitieren lässt.
  4. Haken Sie einmal nach. Das kostenpflichtige Pitching-Tool erfasst Reaktionen. Ohne Tool führen Sie eine Tabelle und melden sich nach fünf Werktagen noch einmal.

Tipps, um mehr aus Muck Rack herauszuholen

  • Lesen Sie die Kontaktpräferenzen im Journalistenprofil, bevor Sie pitchen, und halten Sie sich genau daran.
  • Abonnieren Sie Muck Rack Daily, den täglichen Journalismus-Digest, um zu sehen, worüber Journalisten diese Woche schreiben.
  • Pitchen Sie nur mit echter Nachricht: einer Finanzierungsrunde, einem Produktlaunch oder eigenen Daten Ihrer Nutzer.

Unser Fazit

Muck Rack gehört zu den stärksten Tools, um die richtigen Journalisten zu finden, und die kostenlosen öffentlichen Profile bieten Gründern ohne Budget schon eine solide Recherchebasis. Die kostenpflichtige Software lohnt sich, sobald PR zur wöchentlichen Aufgabe wird. Gehen Sie deshalb mit einem klaren Budget und einem Umfang von einem Nutzer in die Demo.

Weitere Optionen: alle Tech-Medien, Blogs und Newsletter im Überblick. Sie planen Ihren Launch rund um diese Berichterstattung? Das Fe/male Switch Startup-Spiel begleitet Gründerinnen von der Idee bis zu den ersten Kunden.

Neu im Startup-Bereich? Das Startup-Spiel Fe/male Switch führt Sie von der Idee zu den ersten Kunden, mit einem KI-Mitgründer und einer Community von Gründerinnen.